Die Idee zur weiteren Steigerung der Attraktivität des Besucherbergwerkes Steinkaulenberg durch die Anlegung eines geologischen Lehrpfades wurde im Frühjahr 1995 geboren. Nach einer grundsätzlichen Zustimmung des Vorstandes ging man noch im gleichen Jahr ans Werk, wobei auch besonders die Herren Richard Märker, Herbert Kessler und Walter Stut hervortraten.

Prof. Dr. Bank als Mitglied des Beirates, sowie Prof. Dr. Bambauer und Dr. Wildberger aber auch sachkundige Mitglieder von Vorstand und Beirat suchten und beschrieben die einzelnen Gesteinsblöcke und legten Standorte für sie fest. Schwierig gestaltete sich der Herantransport und die Aufstellung der jahrmillionenalten und tonnenschweren Gesteinsblöcke. Auch die finanziellen Aufwendungen für Antransport und Befestigung erreichten fast eine Höhe von fünfzigtausend Mark. Letztlich entstand jedoch ein Lehrpfad, der sich heute wie folgt darstellt:

Wie sehr der geologische Lehrpfad als gelungen bezeichnet werden kann, drückt sehr anschaulich ein Brief von Prof. Dr. Volker Lorenz vom Institut für Geologie an der Universität Würzburg aus, der an Prof. Dr. Bank u.a. folgendes schrieb:

Für mich ganz neu waren allerdings die großen Gesteinsbrocken aus Gesteinen des Rotliegenden und des Hunsrück auf dem Weg vom Parkplatz zum Besucherbergwerk.

Ein großes Kompliment der Idee und den Ausführenden.Wir waren alle begeistert und haben fast genauso viel Zeit mit dem Studium und den Erläuterungen zu diesenBlöcken verbracht als im Bergwerk. Die verschiedenen Gesteinsblöcke, ob Sedimente, Vulkanite, Schiefer oder Quarze sind alle wirklich sehr instruktiv und zeigen zahlreiche hochinterssante Details. Bei einigen könnten allerdings die noch fehlenden Schilder angebracht werden oder die Erläuterungen weiterghend sein. Solche Gesteinsblöcke wären für jedes naturhistorische Museum und Geologische Institut eineZierde. Ich habe zwar schon eine Reihe Geologische Lehrpfade mit Gesteinsblöcken gesehen, aber keinen, der so lehrreich Blöcke in der Menge und Größe aufwies. Die Blöcke zeigen aber auch, dass das Saar-Nahe-Gebiet und der benachbarte Hunsrück sich geologisch nicht zu verstecken brauchen; sie haben mit dem Rotliegenden und Devon sehr viel zu bieten. Bei Euch ist es in Idar-Oberstein am Steinkaulenberg wirklich gelungen, dies sichtbar zu machen“.

Der geologische Lehrpfad im Steinkaulenberg

Konglomerat 
Unteres Perm, Oberrotliegend 
Alter ca. 285-300 Millionen Jahre, Fischbachtal

Rhyolithkonglomerat
Unteres Perm, Oberrotliegend
 Alter ca. 285 Millionen Jahre, Ellweiler

Rhyolith 
Nohfelder Rhyolithmassiv  
Unteres Perm, Oberrotliegend
Alter ca. 287 Millionen Jahre, Ellweiler

Andesit mit Mandelsteintextur
Muttergestein der Achate und Amethyste
Unteres Perm, Oberrotliegend
Untere Lavadecke
Alter ca. 285 Millionen Jahre, Fischbachtal

Taunusquarzit 
Unterdevon, Siegen-Stufe
Alter ca. 400 Millionen Jahre, Allenbach 

Gneis von Wartenstein
Ältestes Gestein
des Rheinischen Schiefergebirges
Präkambrium
Alter ca. 800-900 Millionen Jahre
Schloß Wartenstein

Taunusquarzit
Unterdevon, Siegen-Stufe
Alter ca. 400 Millionen Jahre , Allenbach
 

Taunusquarzit
Unterdevon, Siegen-Stufe
Alter ca. 400 Millionen Jahre, Wildenburg 

Andesit
Unteres Perm, Oberrotliegend
Alter ca. 285-300 Millionen Jahre, Fischbachtal

Konglomerat
Unteres Perm, Unterrotliegend
Alter ca. 285 Millionen Jahre, Fischbachtal 

Andesit mit Mandelsteintextur
 Unteres Perm,Oberrotliegend
Alter ca. 285-300 Millionen Jahre, Fischbachtal

Andesit
Unteres Perm, Oberrotliegend
Alter ca. 285-300 Millionen Jahre, Fischbachtal

 

Kuselit
Intrusiver Vulkanit, Unteres Perm, Rotliegend
Alter ca. 285 Millionen Jahre, Lauterecken

Taunusquarzit
Unterdevon, Siegen-Stufe
Alter ca. 400 Millionen Jahre, Allenbach

VulkanitEffusiv mit Mandelsteintextur
Unteres Perm, Oberrotliegend,
Alter ca. 285-300 Millionen Jahre, Baumholder

Kuselit
Intrusiver Vulkanit
Unteres Perm, Rotliegend
Alter ca. 285 Millionen Jahre, Kusel

Vulkanit
Unteres Perm, Oberrotliegend
Alter ca. 285-300 Millionen Jahre, Baumholder

Vulkanit
Unteres Perm, Oberrotliegend
Alter ca. 285-300 Millionen Jahre, Baumholder

Dacit
Effusiv mit Mandelsteintextur
Unteres Perm, Oberrotliegend
Alter ca. 285-300 Millionen Jahre
Rilchenberg, Idar-Oberstein

Fanglomerat
Unteres Perm, Wadener Gruppe
Alter ca. 285 Millionen Jahre
Gefallener Felsen, Idar-Oberstein 

Latit-Andsit
Typ Steinkaulenberg, anstehend
Unteres Perm, Oberrotliegend
Alter ca. 285-300 Millionen Jahre

Hunsrückschiefer
Unterdevon, Ems-Stufe
Alter ca. 393 Millionen Jahre
Bundenbach

april 128
april 129
april 133
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Förderverein  Steinkaulenberg - Weiherschleife e.V.