Illustriert und erläutert, die Entwicklung im Steinkaulenberg

1977 - 1978  1979 1982 1986 1997 

Nahe-Zeitung 21.08.1977
Überrascht und hochinteressiert
zeigte sich Direktor Andres vom Arbeitsamt Bad
Kreuznach, als er im Rahmen einer Informationsfahrt zu ABM-Projekten im Bereich Idar-Oberstein auch den Steinkaulenberg besuchte. In der Haupthöhle („Heischermanns Küch“) begutachtet er ein Fundstück. Bei den Erläuterungen dieser AB-Maßnahme im Steinkaulenberg (Träger: Stadt Idar-Oberstein, Gesamtkosten 107.125 Mark mit 75.638 Mark Zuschuß des Arbeitsamtes, durchschnittlich sieben beschäftigte Arbeitslose) verwies Amtmann Knauth von der Stadtverwaltung darauf, daß nach den nun laufenden vorbereitenden Arbeiten die spätere Erschließung und der endgültige Ausbau dieser Anlage folgen solle (angefangen vom Toilettenhäuschen bis zur Zufahrtsstraße), wozu man auch eine finanzielle Förderung aus dem Regionalprogramm des Landes erhoffe.

Nahe-Zeitung 04/1978

Stollen des Steinkaulenbergs ist im Frühjahr 1979 begehbar.
Dieser Zeitpunkt wurde im Kulturausschuß genannt Einen besonderen Haushalt werde man für das Projekt Steinkaulenberg aufstellen, um ihn aus dem städtischen Haushalt herauszunehmen, der damit nicht belastet werden solle. Das sagte der Dezernent des Kulturamtes, Beigeordneter Paul Landsmann, in einer Sitzung des Ausschusses. Ebenso drückte er den Wunsch aus, möglichst bald einen Förderverein Steinkaulenberg zu gründen, der die Führung der geräumten und für den Fremdenverkehr zugänglich gemachten Achatstollen als Museumsbetrieb sowie deren Überwachung als Aufgabe haben soll.
Eine in diese Richtung gehende Zusammenkunft interessierter Bürger fand(wie seinerzeit gemeldet) schon statt und sprach sich nach fruchtbarer Diskussion in gleicher Zielrichtung aus. Es ist im Sitzungsentwurf ausdrücklich vermerkt, dass der zu gründende Verein nicht auf Gewinn ausgerichtet werden soll.
Ein dem Vorstand zugeordneter Beirat soll die aktive Förderung der Ziele des Vereins zum Inhalt haben., sowie die Beratung des Vorstandes in bergtechnischer, geologischer und historischer Hinsicht. Man rechnet damit, dass die Stollenanlage für den Besucherverkehr im Frühjahr kommenden Jahres in Betrieb genommen werden kann.

Nahe-Zeitung 12.05.1978

Der Ausbau des Steinkaulenberges
 mit Geldmitteln der Arbeitsverwaltung (als AB-Maßnahme) ist berechtigt! Dies bescheinigte Vizepräsident Brauner vom Landesarbeitsamt Rheinland-Pfalz/Saarland, als er sich am Mittwoch „vor Ort“ über dieses Projekt informieren ließ. Er erkannte an, daß damit auch keine Beeinträchtigung örtlicher Betriebe verursacht werde, da diese Maßnahme sonst nicht ausgeführt werden könne. Hierzu waren mit Brauner (im Bild links) in die Stollen gegangen: Bürgermeister Hans Jürgen Machwirth (3. v .l.), Horst Schupp vom Bauamt der Stadtverwaltung (2. v. l.) und Kulturamtsleiter Helmut Knauth (re. außen) sowie Richard Märker von der Arbeitsamtdienststelle Idar-Oberstein, der hier in der Bildmitte das bisher Geschaffene erläutert. Der erste und fast abgeschlossene Abschnitt umfaßt die Räumung der Haupthöhle („Heischermanns Küch“) und der seitlichen Stollen einschließlich Ausgang (vor dem hier im Bild zwei interessierte Algenrodter Rentner Jugenderinnerungen auffrischen). Im zweiten Abschnitt steht vor allem der Bau des Kioskes an, für den jetzt das Grundstück geräumt werde; die Zuleitungen für Wasser und Strom sind auch schon verlegt. Zur Aufsicht, bis die gesamte Anlage „läuft“ (voraussichtlich ab Frühjahr nächsten Jahres) sollen nun von der Arbeitsverwaltung zwei Männer zur Verfügung gestellt werden. Mit weiteren AB-Leuten und auch mit freiwilligen Helfern des zu gründenden Fördervereins, sollen dann über Herbst/Winter die Schautafeln, Figurengruppen etc. geschaffen werden, um die Höhlenanlagen für Touristen und Einheimische zu „beleben“.

Bild Seite 25

Nahe-Zeitung 07.09.1978

Im Steinkaulenberg
gehen die Erschließungsarbeiten weiter, so daß die vorgesehene Öffnung im Frühjahr 1979 auch erfolgen kann. Nunmehr wurden – davon berichtet auch das Bild – in der Haupthöhle Fußwege angelegt, zum einen, um den Besuchern nasse Füße zu ersparen, und zum anderen, um sie in die „richtigen Bahnen“ zu lenken. Die Wegstreifen wurden in aufgerauhtem Beton hergestellt, der durch die ständige Feuchtigkeit in der Höhle dunkel bleiben soll, so daß eine optische Beeinträchtigung vermieden wird.

5 Arbeiter

Nahe-Zeitung Oktober 1978

Gründung des Fördervereins „Steinkaulenberg“
am 28.08.1978 20.00 Uhr Sitzungssaal der Stadtverwaltung (Göttenbach)

„Eine Plattform für Idealisten“
Förderverein: Möglichst viele Bürger sollen am Projekt Steinkaulenberg beteiligt werden.
Seine Arbeit jetzt voll aufgenommen hat der vor kurzem gegründete Förderverein Steinkaulenberg. Der Vorstand, dem als Erster Vorsitzender Paul Landsman, als Zweiter Vorsitzender Richard Märker, als Geschäftsführer Helmut Knauth und Jürgen Hahn, als Kassierer Rudolf Schäfer und Reiner Fried sowie als technischer Berater Helmut Bill angehören, konstituierte sich in der vergangenen Woche. Er beantragte ferner die Eintragung in das Vereinsregister und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit.
Vorsitzender Landsmann wies in dieser ersten Arbeitssitzung noch einmal darauf hin, daß der Verein bewußt an die Bestrebungen Eugen Morschhäusers und seiner Freunde anknüpft. Er sei die Plattform für alle Idealisten, die am Steinkaulenberg interessiert sind.
Als Kulturdezernent habe er bewußt nach dieser Möglichkeit gesucht, um viele Bürger unmittelbar an diesem Projekt zu beteiligen. Die vielen Beratungen und Ortstermine mit dem Interessentenkreis aus der Bevölkerung habe ihm bestätigt, daß die privaten Initiativen und das Engagement des Bürgers eine wertvolle und notwendige Ergänzung der Arbeit der Verwaltung darstelle. Durch eine Vereinbarung zwischen Stadt und Verein wolle man diesem möglichst viele Mitwirkungsrechte und Befugnisse sowie Aufgaben übertragen, damit der weitere Ausbau und die Betreuung der Besichtigungsstollen im Steinkaulenberg so unbürokratisch wie möglich vorgenommen werden können.

Der Verein geht davon aus, daß die derzeitigen Arbeiten (Ausbau des Hauptstollens, Sicherung der übrigen Stollen, Errichtung des Kiosks und Verbesserung der Außenanlagen) bis zum Frühjahr fertig gestellt sind, und das Objekt für die nächste Fremdenverkehrssaison zur Verfügung steht.
Mittlerweile sind die Vorbereitungen für einen Prospekt und für die Werbung angelaufen. Außerdem bemüht man sich um die Ausbildung fachkundiger Fremdenführer. Auch das weitere Vereinsziel – „wissenschaftliche Erforschung der Geschichte, des Bergrechts, früherer Abbaumethoden und der wirtschaftlichen Bedeutung der Achatgräberei im Steinkaulenberg“ – soll bald in Angriff genommen werden.

Zur Verwirklichung dieser Aufgabe wurde ein Beirat berufen; folgende Persönlichkeiten wurden hierzu um Mitarbeit gebeten: Prof. Dr. Hermann Bank, Bergdirektor Rosenberger (Bergamt Bad Kreuznach), Bergbaudirektor Dr. Wild, Obersteiger Friedrichs (ehemalige Anlage Clarashall), Peter Brand, Max Hahn, Alfred Peth, Hein Gärtner, Karl-Heinz Leyser und Dr. Günther Michels (IHK).

 

Märker

Richard Märker, Ehrenvorsitzender mit den starken “Unterstützern” 
Verw. Dir. Kurt Andres und Ltd. Bergdirektor Siegfried Weber

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Förderverein  Steinkaulenberg - Weiherschleife e.V.